18. Juli 2024
HSB

Mallet 99 5902 soll 2024 wieder dampfen

Hoffnungsvoller Loktausch in Wernigerode: Am Morgen des Mittwoch, 7. März, kehrte die „Brockenlok“ 99 7232 der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) auf einem Straßentieflader aus dem thüringischen Meiningen nach Wernigerode zurück. Der Tieflader kehrte anschließend nach Meiningen zurück – aber nicht leer. Aufgeladen hatte er bei seiner Rückfahrt die seit Jahren abgestellte Malletlokomotive 99 5902. Die im Jahre 1897 für den Dienst auf der Harzquer- und Brockenbahn gebaute Mallet wird in der Thüringer Dampflokklinik eine umfassende Untersuchung erhalten, damit sie zum Jubiläum „125 Jahre Harzquer- und Brockenbahn“ im kommenden Jahr wieder im Sonderzugdienst eingespannt werden kann.

Im Dampflokwerk Meiningen hatte die zurückgekehrte Brockenlok 99 7232 nach einem Treibstangenbruch im Januar des vergangenen Jahres eine umfangreiche Reparatur sowie anschließend eine große Untersuchung erhalten. Die im Jahre 1955 in Dienst gestellte Dampflokomotive wird nach Abschluss der erforderlichen Restarbeiten, die in Wernigerode ausgeführt werden können, wieder für die kommenden Jahre den einsatzfähigen Fuhrpark der Brockenloks ergänzen. Insgesamt verfügt die HSB über 25 Dampflokomotiven der Baujahre 1897 bis 1956, die jedoch nicht alle betriebsfähig sind.

Derzeit steht keine einzige Malletlokomotive im Harz unter Dampf, seit 99 5906 im vergangenen Frühjahr ausgeschieden ist. Das soll sich zum kommenden Jahr ändern. Neben den beiden weiteren, 1897 und 1898 gebauten und bei der HSB noch vorhandenen Lokomotiven der vierzylindrigen Mallet-Bauart, gehört die 99 5902 zur originalen Ursprungsausstattung der ehemaligen Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn Gesellschaft (NWE). Die vierte Mallet, 99 5906, kam erst im Jahre 1920 in den Harz. Somit ist wenigstens eine Maschine dieser Bauart wieder im Harz vertreten. Auf die Doppelbespannung eines Traditionszuges mit Mallets, wie im Bild rechts mit 99 5901 als Vorspannlok und 99 5902 im Sommer 2001 zu sehen, wird man noch längere Zeit warten müssen – wenn überhaupt mal wieder zwei Mallets gleichzeitig in Betrieb stehen sollten.

Fotos: HSB/Bahnsen, GBP/Gilbert